Das Problem mit der Selbsthilfe…

Frau bei virtuellem Meeting mit Kollegen online.

Als ich anfing, den Weg der Selbsthilfe zu beschreiten, eröffnete sich mir ein Meer an Informationen und eine ganz neue Welt.

Es gab so viel zu lernen und anzuwenden!

Ich probierte alles an mir selbst aus. Ich schrieb Hefte voll und machte die verschiedensten Übungen.

Einmal kam mein Mann ins Zimmer und fand mich wie auf einer einsamen Insel mitten im Zimmer auf einem Stuhl stehen. Ich testete gerade, was völliges Nichtstun mit einem machte.

Teilweise verstand ich noch nicht einmal, was genau das bringen sollte, aber ich probierte alles aus. Das war auch gut so, denn dadurch habe ich nicht nur mich selbst kennengelernt, sondern auch unterscheiden können, was Humbug und was nützlich ist.

Manchmal bekomme ich auf einen Gedanken oder ein Prinzip, welches ich vermittle, die Antwort: „Ja, das weiß/kenn ich.“

Einmal hat mir eine Klientin, die sogar selbst Coach ist und sich mit ähnlichen Themen beschäftigt, gesagt, dass ich ihr in all unseren Sitzungen absolut nichts Neues vermittelt habe!😳

Trotzdem schrieb sie mir diese Worte nach Beendigung unserer Zusammenarbeit:

„Erstmal musste ich alles setzen lassen, und es war so mega viel, was da in mir aufgegangen ist. Seit ein paar Tagen denke ich so bewusst nach, in wie vielen Situationen ich die letzten Wochen steckte, die mich mental beunruhigt hätten. Doch durch EFT habe ich die Ruhe weg und konnte mich intensiver spüren, wie ich meine Unsicherheit begleiten kann. Wie sehr Ängste und Befürchtungen weichen. Anstelle kommen Gedanken: ‚Das ist ok.‘ ‚Ich laufe in meinem Tempo.‘ ‚Ich darf unsicher sein.‘ Gefühle von Freude und Beschwingtheit sind da. Ich kann Lob/Kritik viel besser annehmen und auch von Herzen geben. Ich habe endlich das Gefühl, ich lebe mein Leben mit all meinen Sinnen, und es ist ok. Selbst mein emotionales Essen hat sich so gut wie gegen null reguliert. Damit meine ich, dass ich zwar noch bewusst gegen emotionales Essen steuere, aber nun meine Ressourcen nutzen kann und dann keine Fressanfälle habe. Danke für deine Geduld. Danke für das Lenken auf die Themen, die Priorität hatten/haben. Herzliche Grüße.🫶🏼“

Wie kann das also sein?

Leider ist eben kennen nicht gleich können.

Es kann sein, dass wir die besten Wahrheiten und Prinzipien kennen und sogar anderen Rat geben und selbst blind sind, wie wir sie auf uns selbst anwenden könnten.

Deshalb ist es nur logisch und vernünftig, sich Hilfe zu holen. Schlau ist, wer es tut.

Man kann sich einen langen Leidensweg ersparen oder zumindest gravierend abkürzen.

Ich selbst war zweieinhalb Jahre in Therapie und hole mir bis heute regelmäßig jemanden an die Seite, wenn ich feststecke.

Und ja, natürlich gibt es den finanziellen Aspekt. Und ich würde auch niemals raten, über seine finanziellen Mittel hinaus zu gehen. Aber man darf sich Gedanken darum machen, was einem wirklich wichtig ist und seine Prioritäten vielleicht überdenken. Wir geben Geld für Urlaub, Essengehen oder Schmuck aus.

Wie viel ist dir deine Zufriedenheit mit dir selbst oder dein Frieden mit deinem Partner oder den Menschen in deinem Umfeld wert?

Wenn dich das jetzt anspricht, dann schreib mir doch einfach. Erzähl mir gerne kurz, womit du kämpfst und wir reden einfach mal drüber.

Alles Liebe, 

eVe

Du kannst mich kostenlos für eine Mini-Session buchen oder lern mehr durch meinen Pocket-Coach Newsletter